Echo online vom 10.05.2016 von Ulrike Bernauer

KREIS-CHORFESTIVAL Ein Tag voller Musik in Groß-Bieberau / Gäste aus Frankreich stimmen ein

GROSS-BIEBERAU - Erst Queen, dann traditionelle Chormusik vom Männerchor Eppertshausen: Einen krassen Stilwechsel im Programm erfahren die Zuhörer am Samstagabend im Bürgerhaus von Groß-Bieberau.

Auf den Jugendchor der Sängerlust Dieburg, die für das Queen-Medley verantwortlich sind, folgen die Mannen des Gesangvereins Eppertshausen und schlagartig hat sich das Durchschnittsalter mindestens verdreifacht. Obwohl auch das Publikum des Kreischorfestivals eher zu den älteren Semestern zählt, der Jugendchor kommt bestens an. Mit Standing Ovations fordern die Zuhörer eine Zugabe, die die Jugendlichen nicht geben. Wahrscheinlich lässt der straffe Zeitplan es nicht zu.

Das Abschlusskonzert beim Vierten Kreischorfestival des Kreis-Chorverbandes Dieburg hat sowieso schon eine ungewöhnliche Länge. Die sieben Chöre aus dem Kreisgebiet singen insgesamt drei Stunden. Dabei spielt auch noch eine internationale Note mit. Weil Groß-Bieberau gerade seine Verschwisterung mit der französischen Partnerstadt Montmeyran feiert, singt der dort beheimatete Chor Cantavioure.

Beim Abschlusskonzert präsentieren die „Blue Notes“ nur Neues. „Wir werden uns in Stuttgart am Deutschen Chorwettbewerb beteiligen“, sagt Vorsitzender Bernd Führer. Aktuelles wie „Die perfekte Welle“ aber auch älteres wie „Sound of Silence“ haben die Groß-Bieberauer einstudiert.

„Sehnsucht nach dem Frühling“

Schon um 14 Uhr begann das Chorfestival. Insgesamt vier Konzerte konnten die Besucher erleben. Los ging es am Biberplatz mit einem offenen Singen. Notenblätter wurden ausgeteilt und die „Sehnsucht nach dem Frühling“ konnten nicht nur die Chormitglieder, sondern auch die Zuhörer intonieren. Die Ehre des ersten Chores hatte dann der Liederkranz Hergershausen, mit 55 Sängerinnen und Sängern der stärkste Chor des Festivals.

Nur der Männergesangverein Groß-Umstadt kam mit einem Lied annähernd an die Stimmenstärke der Hergershäuser heran. Allerdings nur als sich für ein Lied der Frauen- und der Männerchor vereinigten. „Das ist eine absolute Premiere“, betont der Vorsitzende Alwin Kreher. Dafür klappt es hervorragend. Als Reminiszenz an die französischen Gäste haben die Groß-Umstädter auch ein französisches Madrigal „Tourdion“ aus dem Jahr 1530 einstudiert.

Aus Groß-Bieberau können die Zuhörer vier Chöre erleben. Neben den „Blue Notes“ tritt auch noch die Chorgemeinschaft Groß-Bieberau auf. Beim zweiten Konzert des Tages kann sich das Publikum davon überzeugen, dass auch die Jugendchorarbeit in Groß-Bieberau auf dem besten Wege ist. Beim Konzert auf dem Hof der Haslochbergschule treten neben dem Kinderchor Babenhausen der GV Eintracht sowohl der Kinder- als auch der Jugendchor der „Blues Notes“ auf. Die jüngeren von den Green Cleefs (den grünen Notenschlüsseln) singen Lieder aus dem Musical „Tabaluga“, die älteren von den „Red Lines“ verschiedene Stücke, alle in englischer Sprache.

Christian Hofmann, der Vorsitzende des Vereins, freut sich, dass die Jugend beim Publikum so gut ankommt. Die erste Zeit hatten die „Blue Notes“ nur einen Jugendchor. Nachdem es dann aber viele Anfragen für jüngere Sänger gab, wurde der Kinderchor erst einmal als Projektchor gegründet. „Wahrscheinlich werden wir aber einen festen Chor daraus schmieden“, verrät Hofmann, mit der Stadt Groß-Bieberau seien schon Gespräche wegen der Finanzierung der Chorleiterin begonnen worden.

Zu zwei Zugaben kommt es dann doch noch. Die französischen Gäste begeistern die Zuhörer mit ihren Chansons und anderen modernen Liedern, aber auch die „Blue Notes“ werden vom Publikum gefeiert. So endet das insgesamt siebenstündige Chorfestival mit dem Lied „Mambo“ von Herbert Grönemeyer.

Ausflug zum Mamma Mia Musical

Ausflug der Sängerlust nach Stuttgart zum Mamma Mia Musical, am morgen des 29.03. startete die Sängerlust & Freunde mit rund 40 Musicalbegeisterten bei strahlendem Sonnenschein in Richtung Stuttgart. Doch wer sich auf eine entspannte Autobahnfahrt gefreut hat wurde herbe enttäuscht. Stattdessen ging es quer durch den Odenwald. Mit viel Lokalkolorit und noch mehr Spaß ging es an vielen geheimen kleinen Sehenswürdigkeiten des alltäglichen und nicht so alltäglichen Lebens vorbei. Wer hat schon eine Eisenbahnwagon in Originalgröße aus dem Haus ragen? Die Herzen der mitreisenden Deko-begeisterten Damen schlugen höher, als es an Glaskugelballons und anderen Skurrilität vorbei Richtung Stuttgart ging. Alltäglich sieht anders aus. In Stuttgart angekommen wurde nach dem Geist nun auch der Leib verkostet. Und dann ging es endlich los. Abba, Mamma Mia was für ein Musical. Gleich beim ersten Ton machte sich Begeisterung unter den Zuschauern breit. War es doch „Mich trägt ein Traum („I have a dream“), einer der Songs für die Abba so weltberühmt war und ist. Nach zwei Stunden verabschiedeten alle Zuschauer mit minutenlangen „stehenden Ovationen“ die Musicalstars. Das Fazit der Mitgereisten war, O-Ton, „Unglaublich! Abba hat nichts von seiner Faszination eingebüßt“. Überglücklich und mit einem für lange Zeit vorhaltenden Ohrwurm von „Dancing Queen“ starteten die Mitreisenden Richtung Weinprobe ins „Krebenstüble“. Unter Betreuung einer erfahren Wein- Sommelière probierte man sich durch ausgesuchte Weine der Region. Nach einem herzhaften Essen startete man, müde aber glücklich, wieder Richtung heimatliches Dieburg.

November 2013 - Konzert Candlelight

Januar 2013 - Unter neuer Leitung von Werner Utmelleki